Start

Sich abschotten, fokussieren. Aus den Kopfhörern kommt Rap, Hard Rock, gerne „Rage against the machine“. Der Wettkampf beginnt spätestens im Aufwärmbereich. Hier geht es darum, den Konkurrenten gegenüber absolute Stärke auszustrahlen. „Man braucht zwei, drei Jahre, um sich an diese besondere Situation zu gewöhnen“, sagt Helge Schwarzer. Er gehört zur Top-Riege der deutschen Hürdenläufer. Seine Stärke: der Start. Auch hier immer wieder das gleiche Ritual. Als Erster in den Block. „Alle sollen sehen: hier bin ich!“. Nach dem Signal „Auf die Plätze“ geht er als Letzter runter. Die anderen müssen auf ihn warten. Dann die Spannung im Startblock. Man hört, dass der Körper angespannt ist, man hört den eigenen Pulsschlag. Irgendwann gibt der Körper den Impuls. Man kann den Impuls nicht aufhalten. „Wenn es passiert, passiert’s.“ Die Hundertstel-Sekunde, die über Fehlstart oder fulminanten Rennbeginn entscheidet. Mit 2,55 Sekunden bis zur ersten Hürde zählt Helge international zur Top Ten seines Fachs.

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